Finka
Bio

“Die Angst vor einer Krankheit ist manchmal schlimmer als die Krankheit selbst. Es gibt kein Heilmittel gegen die Angst – entweder ergibt man sich ihr oder man bekämpft sie, bis einer gewonnen hat.”

Dr. Lera Melnikova USAMRIID Gastsprecherin, 2015

KONTROLLE ÜBERNEHMEN

Lera war neun Jahre alt, als bei ihr eine Neuropathie diagnostiziert wurde, mit der eine langsame Degeneration der Muskeln und ein Gefühlsverlust in den Gliedmaßen einhergeht. Sie wurde drei Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl im verstrahlten Homel in Weißrussland geboren. Sie wuchs umgeben von Kindern mit Geburtsfehlern auf. Ihre Diagnose ließ ihre Ängste Wirklichkeit werden. Als ihre Eltern sie und ihre jüngeren Geschwister dazu animierten, körperlich aktiv zu sein, strengte sie sich deshalb noch mehr an, um ihren Körper in Bestform zu halten und der Neuropathie etwas entgegenzusetzen. Wenn sie gesund blieb, konnte sie gar nicht krank werden, schlussfolgerte ihr junger Verstand.

Alle drei Melnikova-Kinder waren in ihrer Jugend sportlich aktiv und Lera brillierte in Sachen Agilität und Gewandtheit, doch sie hatte immer im Hinterkopf, dass die Neuropathie sich verschlimmern würde, solange keine dauerhafte Lösung gefunden wurde. Also beschloss sie, diese selbst zu finden.

Lera zog nach Nowosibirsk, um an der staatlichen Universität dort zu studieren, und promovierte in Mikrobiologie und Immunologie. Danach blieb sie im Biotechnologie- und Virologielabor der Universität und erforschte Behandlungen mit Medikamenten und selbstauflösenden Nanomaschinen für verschiedene Erreger und Neuropathien, darunter auch ihre eigene. Sie fand zwar keine Heilungsmethode, wohl aber Linderung.

WACHSENDE EMPATHIE

Hätte ihr der Föderale Dienst für Sicherheit der Russischen Föderation (FSB) nicht einen Besuch abgestattet, wäre Lera vielleicht Akademikerin geblieben. Die Operator und Spezialeinsatzkräfte der russischen SpezNas waren einer stetig wachsenden Gefahr durch gesundheitsgefährdende Stoffe ausgesetzt, darunter Organophosphatkampfstoffe wie VX-Gas. Zum ersten Mal in ihrem Leben dachte Lera über ihre eigenen Sorgen hinaus. Ihre Forschung rettete völlig fremden Menschen das Leben, die sich ihr zuwandten und ihr voller Dankbarkeit Postkarten, Fotos und Briefe schickten. Und sie konnte noch viel mehr bewirken. Lera sagte sofort zu, als sie das Angebot bekam, mit SpezNas-Mitgliedern mit verschiedenen Leiden zu arbeiten, die sich freiwillig gemeldet hatten. So konnte sie ihre Nanobots an die leistungsstarke Physiologie der Einsatzkräfte anpassen. Schnell fand sie Gefallen an den freundschaftlichen Wettkämpfen, der Kameradschaft und der geistigen Stärke der russischen Spezialeinsatzkräfte. Mit dem Ziel, an der Front als Spezialistin für chemische, biologische, radiologische, nukleare Gefahren (CBRN) Leben zu retten, trat sie der Armee bei, um selbst Teil der Träger des roten Baretts zu werden.

Während ihres Dienstes in der russischen Armee bewies Lera rasch, dass sie sowohl physisch als auch mental stark genug war, um sich für SpezNas zu bewerben. Der Kurs war brutal und gipfelte in einem Messer-Nahkampftraining mit Kapkan. Schon nach einem falschen Schritt schnitt ihr Kapkan mit Schwung das Gesicht von Braue bis Wange auf, doch bevor der Schmerz sie überwältigen konnte, ging sie mit einer Serie von Schlägen auf seine Nase und seine Rippen los. Die Nacht im Sanitätszelt verbrachten sie wortlos, genossen aber eine neue Form des stillen Respekts füreinander. Seit diesem Tag trägt sie den Spitznamen Finka, oder „Messer“.

Lera wurde CBRN-Spezialistin der SpezNas und trat der Wympel-Einheit unter dem FSB bei, deren Überleben in Krisengebieten sie mit ihren Nanobots sichert. Sie ist eine der wenigen Personen, die die Nanobots auf bestimmte Operator zuschneiden können.

Sie machte mit der Neustrukturierung der russischen Schlachtfeldprotokolle für Handhabung und Neutralisierung von gefährlichen Ladungen auf sich aufmerksam und wurde bald zur führenden Expertin für gemeinsame Übungen mit anderen CTUs. Lera wurde eingeladen, Rainbow Six beim Aufstellen einer eigenen CBRN-Einheit zu helfen, und Olivier „Lion“ Flament war ihre erste Wahl.

ALTE ÄNGSTE

Lera stellte fest, dass ihre Neuropathie langsam behandlungsresistent wurde. Ihre alten Ängste kehrten zurück und sie analysierte jeden auftretenden Schmerz genau, während sie sich noch stärker zu Spitzenleistungen antrieb.

Derzeit überarbeitet und optimiert sie ihre Formel ständig, um den stechenden Schmerzen und Taubheitsgefühlen entgegenzuwirken, die sie als Anzeichen für eine bevorstehende Verschlechterung ihres Zustands interpretiert. Beim Training mit IQ und Valkyrie verausgabt sie sich so sehr, dass sie sich danach manchmal übergibt, doch nur Valkyrie verstand ein solch hartes Austesten der eigenen körperlichen Grenzen. Lera kann nicht mehr zwischen ihrer Krankheit und normaler Erschöpfung unterscheiden. Ihre Ängste ergreifen Besitz von ihr und treiben sie gleichzeitig in einen Wahn und zu überragenden Leistungen an. Sie ist zwar nicht mehr jung, kämpft aber verzweifelter denn je um ihr Leben. Sie versucht, im Geheimen eine neue Behandlung zu entwickeln, doch Doc weiß Bescheid und überwacht ihre Neuropathie genau, um einen eventuellen Einfluss auf ihre Leistungsfähigkeit sofort zu bemerken. Außer ihm hat sie sich niemandem anvertraut – weder ihrem pragmatischen Mentor Kapkan noch Tachanka, mit dem sie trinkt und flirtet.

Kürzlich hat Lera auch damit begonnen, an ihrem Arbeitsplatz eine Wand mit Briefen und Fotos zu dekorieren, um sie daran zu erinnern, dass es bei ihren Behandlungsmethoden um mehr als nur ihr eigenes Leben geht. Dennoch verspürt sie weiterhin die Angst, dass die Neuropathie sie eines Tages übermannen könnte.

Ausrüstung

Geräte

Ang

Spezialgerät

Finka injiziert jedem Operator vor einer Operation einen Nanobot. Die Nanomaschinen sind aus Zink und beinhalten einen pharmazeutischen Cocktail. Wenn sie ihr Signal aktiviert, zersetzen sich die Nanobots, wobei das Zink vom Körper als Nährstoff absorbiert wird und die Aufnahme der Medikamente ermöglicht. Die Operator erhalten einen kurzen Gesundheitsschub, um wieder auf die Beine zu kommen, zusätzliche Energie zu erhalten und ihnen ein ruhigeres Zielen zu ermöglichen.

Primär:Spear .308
SASG-12
6P41

Sekundär:PMM-Pistole
GSH-18

Gerät Sprengladung
Betäubungsgranate

Geschwindigkeit: Mittel

Rüstung: Mittel